Und Frau Aigner am aller Wenigsten:
Aigner fordert von Milchbauern mehr Anpassungsbereitschaft
Berlin (ddp). Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) fordert von den in der Krise steckenden Milchbauern mehr Anpassungsbereitschaft. Derzeit bemühe sie sich «auf allen Ebenen», um den betroffenen Bauern zu helfen, sagte Aigner am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Sie arbeite etwa an einem Liquiditätsprogramm mit Krediten für Bauern in Schwierigkeiten und vorgezogenen Direktbeihilfen, die sonst erst am Ende des Jahres ausgezahlt würden. «Ansonsten müssen sie sich natürlich zukünftig auch selbst wettbewerbsfähig aufstellen, keine Frage», sagte die CSU-Politikerin. Aktuell sei zu viel Milch auf dem Markt. Die Politik könne aber nicht direkt auf die Preise einwirken.
Seehofer fordert von Merkel Hilfe im Milchstreit
Passau (ddp-bay). Im politischen Ringen um höhere Milchpreise will Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Angela Merkel (CDU) in die Pflicht nehmen. Jetzt müsse die Bundeskanzlerin sich der Sache annehmen, forderte Seehofer in der «Passauer Neuen Presse» (Samstagausgabe). Nach den Milliardenbeträgen für Einzelfirmen und Banken habe auch die Landwirtschaft Hilfen verdient, sagte der CSU-Chef.
Seehofer forderte erneut einen Agrargipfel. «Als Sofortmaßnahme halte ich es für dringend notwendig, dass sich die Bundeskanzlerin mit der Spitze der deutschen Landwirte trifft, um über die dramatische Lage der Bauern zu reden und Lösungen zu vereinbaren.» Eine der wichtigsten Lösungsansätze sei aus seiner Sicht, dass «die Direktzahlungen, die regulär erst Ende des Jahres ausgezahlt werden, wenigstens zur Hälfte bereits in der Jahresmitte ausbezahlt werden, damit die Bauern die schwierige Situation zumindest überbrücken können.»