Das bisher einzigartige Engagement der Lebensmittelkette Tegut für „faire“ Milchpreise kommt offensichtlich gut bei den Verbrauchern an: „Die Absätze bei Trinkmilch sind trotz des Preisaufschlags von 7 Ct bisher unverändert geblieben“, erklärt Thomas Gutberlet, Vorstandsmitglied des Fuldaer Unternehmens.
Die Lebensmittelkette mit insgesamt 310 Märkten vorwiegend in Hessen und Thüringen hatte Mitte Mai die Preise für Trinkmilch (3,5 % Fett), die vorher zum Discount-Preis von 48 Ct verkauft wurde, um 7 Ct erhöht. Um diesen Betrag wurden die Trinkmilchpreise bei der letzten Handelsrunde gesenkt. Das Geld soll in einen Fonds fließen, der konventionellen Betrieben zugute kommt: „Wir wollen auch in Zukunft eine Region mit Landwirten sein, die Produkte anbauen und produzieren, die die Verbraucher für ihr Leben brauchen“, begründet Gutberlet die Aktion.
Wieviel Geld bisher in den Fonds geflossen sind, will Gutberlet nicht sagen. Da tegut im Jahr rund 1,5 Mio. Liter Milch verkauft, kämen im günstigsten Falle mit dem Projekt rund 105 000 E zusammen. Über die Vergabe des Geldes sollen Vertreter von Bauernverband und BDM entscheiden.
Die Laufzeit des Projekts ist derzeit noch offen. Unklar ist auch, ob jetzt Kunden nach der „fairen“ Trinkmilch greifen, die zuvor teurere Milch gekauft haben.
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