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Tierhaltungsverbot für Gänserupfer Schwerk

Landkreis versiegelt Maschinen und stellt Betrieb unter Beobachtung

Tierhaltungsverbot für Gänserupfer Schwerk

Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ indes hat starke Zweifel an der Wirksamkeit des Verbots.

Winsen.Knapp drei Wochen nachdem Tierschützer die tierquälerischen Praktiken des maschinellen Lebendrupfens im Wistedter Gänsezuchtbetrieb Schwerk aufgedeckt haben, hat der Landkreis jetzt gegen „den Verantwortlichen“ ein Tierhalteverbot verhängt. Dr. Astrid Krüger, Abteilungsleiterin beim Kreisveterinärdienst in Winsen, bestätigte gestern das Haltungsverbot für den Gänsezüchter, gegen den auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Schon der maschinelle Lebend-rupf sei ein Straftatbestand. Dazu komme die Rohheit, mit der die Tiere in dem von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ gedrehten Video von Schwerk-Mitarbeitern traktiert worden seien. Damit habe der Tierhalter seine Aufsichtspflicht verletzt, sagt Krüger: „Deshalb haben wir uns jetzt zum Tierhaltungsverbot entschlossen.“ Das allerdings bedeutet nicht, dass die Gänse nun von den Weiden in Wistedt und Königsmoor verschwinden oder gar der Betrieb aufgelöst wird: Der Halter müsse seinen Tierbestand nun an einen anderen Tierhalter übergeben, erläutert Krüger.

Der bisher offiziell eingetragene Tierhalter dürfe als solcher nicht mehr registriert sein. Und der neue Halter bekomme eine Verfügung, dass er die Männer, die auf dem Video die Gänse brutal durch die Gegend werfen und treten, nicht mehr beschäftigen darf. Zugleich habe der Kreis alle Rupfmaschinen verplombt. Damit habe der Landkreis alle ihm zur Verfügung stehenden Maßnahmen ausgeschöpft, betont Krüger.

„Vier Pfoten“ hat unterdessen erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des Verbots: Sollte das Halteverbot nur für den eingetragenen Halter, nicht aber für alle Verantwortlichen des Familienbetriebs Schwerk gelten, wäre die jetzt getroffene Maßnahme bedeutungslos und somit ein Schlag ins Gesicht von Tierschützern und Verbrauchern.

Original Artikel:

HAN



Rinder: Anzahl der Tiere gegenüber 2008 unverändert

Strukturwandel bei den Milchviehbetrieben hält an

Pressemitteilung vom 08.07.2009

Milchvieh

Die Zahl der in Niedersachsen gehaltenen Rinder blieb im letzten Jahr annähernd stabil, allerdings nahm die Zahl der Rinder haltenden Betriebe ab, und die verbleibenden Betriebe wurden größer. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemitteilung hin, in der sie Zahlen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) zitiert.Danach standen im Mai 2,6 Millionen Rinder in den Ställen und auf den Wiesen von Niedersachsen. Das bedeutet keine Veränderung im Vergleich zu Mai 2008. Allerdings nahm die Zahl der Betriebe mit Milchkühen, Bullen, Kälbern und Zuchttieren seit dieser Zeit um 3,5 Prozent ab.

Ähnlich verläuft die Entwicklung bei den Milchkühen. Anders als die Diskussion um niedrige Milchpreise vermuten lassen mag, veränderte sich der Tierbestand im Vorjahresvergleich nur geringfügig. Er lag im Mai 2009 bei 773.000 Tieren. Das sind 0,3 Prozent weniger als im November 2008, aber 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Mai.

Deutlicher spiegeln sich die Folgen des niedrigen Milchpreises in der Anzahl der Milchviehbetriebe wider. Sie nahmen um 4,2 Prozent ab, was im Wesentlichen zu Lasten kleinerer Betriebe unter 50 Tiere ging, während die größeren Kuhherden weiter wachsen konnten. Der Strukturwandel setzte sich damit auch 2008/2009 fort. Der Trend hin zu weniger, dafür aber größeren und spezialisierten Betrieben hält an. Die findet man besonders auf den Grünlandstandorten der Küstenregion, also in den Kreisen Cuxhaven, Wesermarsch, Aurich und Leer sowie im Landkreis Rotenburg.


Eine Aufschlüsselung der Rinderbestände nach Kreisen finden Sie im Dateianhang.


Hinweis:
Die Zahlen der LSKN basieren nicht auf einer herkömmlichen statistischen Befragung landwirtschaftlicher Betriebe, sondern auf Daten des „Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere“ (HI-Tier bzw. HIT). Die Ergebnisse sind mit denen der bis Mai 2007 durchgeführten herkömmlichen statistischen Erhebungen über die Rinderbestände nicht vergleichbar. In HIT werden tierseuchenrechtliche Rinderhaltungen erfasst, keine landwirtschaftlichen Betriebe. Die Milchkühe werden nicht direkt erfasst, sondern unter Berücksichtigung von Rasse und Produktionsrichtung abgeleitet. Es gibt außerdem keine unteren Erfassungsgrenzen.

LWK Niedersachsen.de:

Landwirtschaftliche Haltungen mit Rindern und Rinderbestände im Mai 2009 nach Kreisen.pdf



{17. Juli 2009}   Papst Benedikt XVI.

…buon miglioramento!



et cetera