Mone's Blog











Madrid – Zehntausende von Bauern aus ganz Spanien haben für höhere Agrarpreise demonstriert.

Massenprotest von spanischen BauernNach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE nahmen an der Kundgebung, der größten Bauerndemonstration seit Jahrzehnten in Spanien, mehr als 100.000 Landwirte teil. Die Demonstranten protestierten am Samstag in Madrid dagegen, dass ein großer Teil der Betriebe aufgrund der derzeitigen Agrarpreise nicht mehr rentabel arbeiten könne.

Zu der Kundgebung unter dem Motto «Für gerechte Preise» hatten die großen spanischen Bauernverbände und mehr als 3.000 Genossenschaften aufgerufen. Die Organisatoren betonten, die Agrarpolitik der EU treibe die spanischen Landwirte in den Ruin. Die Ausgaben der Bauern für Maschinen, Dünger und Saatgut seien in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Dagegen seien die Erzeugerpreise gesunken, die die Landwirte für Produkte wie Milch, Getreide, Zitrusfrüchte, Weintrauben oder Öl erhielten.

Am Freitag hatten bereits Zehntausende von spanischen Bauern in einer landesweiten Protestaktion die Arbeit niedergelegt, sich auf Dorfplätzen versammelt und mit ihren Traktoren Landstraßen blockiert. (dpa)

Original Artikel: Proplanta



Schwer verletzte Gänse einfach totgeknüppelt

Immer mehr grausige Details zum Lebendrupf-Skandal in dem Wistedter Gänsemastbetrieb Schwerk werden bekannt. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Betriebes berichtet der Harburger Rundschau, was er dort erlebt hat.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA Lebendrupf bei Gänsen
Foto: VIER PFOTEN/R&D

Wistedt/Königsmoor. Jan (Name der Redaktion bekannt) erzählt: „Den Gänsen auf der Farm wurden die Federn an den Rupfmaschinen bei lebendigem Leib vom Körper gerissen. Bei dieser Prozedur wurden den Gänsen auch ganze Hautfetzen vom Leib gerissen. Danach setzten die Rupfer die Tiere wieder auf die Weiden. Schwer verletzte Gänse wurden Tage später einfach totgeknüppelt. Und diese Prozedur ist jedes Jahr wiederholt worden.“

Seit Tierschützer von „Vier Pfoten“ die tierquälerischen Praktiken in dem Betrieb der Familie Schwerk im Juli aufgedeckt hatten, ermittelt die Stader Staatsanwaltschaft wegen Tierquälerei. Staatsanwalt Kai Thomas Breas: „Vor etwa zwei Wochen haben wir dort eine Durchsuchung durchgeführt und dabei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das wir jetzt auswerten.“ Zum aktuellen Stand der Untersuchungen will Breas nichts sagen – aus ermittlungstaktischen Gründen.

Jan erzählt von den brutalen Praktiken, die in dem zweitgrößten Gänsemastbetrieb Deutschlands jahrelang an der Tagesordnung waren. Mehrere Jahre arbeitete er bei den Schwerks und hatte Einblick in die meisten Betriebsbereiche. Er selbst habe sich immer geweigert, bei dem Lebendrupf mitzumachen, habe ihn aber mehrfach beobachtet, so Jan. „Wenn Ende Juni die Legeperiode der Zuchtgänse zu Ende war, wurden die vier Rupfmaschinen auf die Wagen geladen und zu den Weiden gefahren. Vier bis fünf Kollegen wurden zum Rupfen abgestellt. Der Auftrag kam immer vom Vorarbeiter“, und der habe seine Anweisungen aus dem Büro von Seniorchef Manfred Schwerk und seinen beiden Söhnen Manfred und Rudolf bekommen. Jan: „50 bis 100 Gänse wurden in ein Gatter getrieben. Zwei Männer standen dann im Gehege und haben die Gänse einzeln hinaus gereicht. Die Rupfer haben die Tiere dann von hinten an den Flügeln gegriffen und mit der Brust an die rotierenden Scheiben der Rupfmaschinen gedrückt. Manchen Gänsen wurden dabei die Knochen gebrochen. Die Tiere haben laut geschrien. Dieses Schreien war furchtbar. Das habe ich heute noch in den Ohren. Anschließend warfen die Rupfer die völlig benommenen Tiere zurück auf die Weide. Wenn wir später fütterten, sahen wir die teilweise schwer verletzten Tiere auf dem Boden sitzen. Das Rupfen auf den Weiden war von den Feldwegen aus gut zu sehen.“ Der Lebendrupf sei nicht nur im Betrieb, sondern im ganzen Ort bekannt gewesen.

Das Rupfen aller Tiere habe etwa drei Wochen gedauert. Die Maschinen seien auch in den Betriebshallen eingesetzt worden. Jan: „Die in Säcken eingesammelten Daunen wurden dann in den Bruträumen zwei Wochen lang getrocknet, bevor sie ausgeliefert werden konnten.“ Wusste er, dass diese Praxis gegen das Tierschutzgesetz verstößt? Jan: „Logisch. Aber wir alle hatten Angst davor, unsere Arbeit zu verlieren. Deswegen hat niemand von uns etwas gesagt.“ Wer konnte, habe sich vor dem Rupfen gedrückt. Bis zu 1,8 Tonnen Federn seien so jedes Jahr bei rund 15 000 gerupften Tieren zusammengekommen. Mit dem Lkw seien die getrockneten Daunen nach Süddeutschland transportiert worden, er selbst sei einmal mitgefahren. Etwa 20 bis 30 Euro bringe ein Kilo Gänsedaunen ein – bis zu 50 000 Euro pro Lkw-Ladung.

Im Sommer rechtfertigte Manfred Schwerk gegenüber dem von den Tierschützern eingeschalteten Kreisveterinäramt den Lebendrupf mit einer „einmaligen medizinischen Maßnahme“, die männlichen Tiere hätten an einem Befall gelitten. Der Landkreis Harburg schaltete die Staatsanwaltschaft Stade ein. Das Veterinäramt des Kreises war in diesem Zusammenhang wegen angeblich zu lascher Kontrollen in dem Betrieb in die Kritik geraten. Auch Betriebskontrollen durch das Kreisveterinäramt hat Jan nach eigenen Angaben zweimal miterlebt. Plötzlich habe es geheißen, in wenigen Tagen finde eine Kontrolle statt. „Mit einem Mal war großes Putzen angesagt“, erzählt Jan. „Das war wie bei der Bundeswehr zum Spindappell. Bei der Kontrolle sind die Tierärzte dann über den Hof gegangen und haben kurz mal in die Hallen geschaut, dann verschwanden alle zusammen im Büro.“ Jan und seine Kollegen hätten die Anweisung erhalten, „im Hintergrund zu bleiben und die Klappe zu halten, während die Tierärzte auf der Farm waren“, sagt er. Was auf diesem Hof mit den Tieren geschehen sei, sei unmenschlich gewesen.


Ortiginal Artikel: Hamburger Abendblatt



Grünlandmilchprogramm problematisch

 

BERLIN. Mehr Probleme als erwartet bereitet offenbar die Umsetzung des im Koalitionsvertrag von Union und FDP beschlossenen „Grünlandmilchprogramms“, für das der Bund in den kommenden beiden Jahren insgesamt 500 Mio Euro bereitstellen will. Die Überlegungen im Bundeslandwirtschaftsministerium laufen darauf hinaus, das Programm aus mehreren Komponenten aufzubauen. Gedacht wird dem Vernehmen nach an eine Flächenprämie für Dauergrünland, eine Kuhprämie sowie eine weitere Anhebung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV). Für eine Grünlandprämie könnten 2010 und 2011 einem Modell zufolge jeweils 111 Mio Euro bereitgestellt werden. Damit würde die zusätzliche Prämie etwa 40 Euro/ha Dauergrünland betragen. Für die Kuhprämie beläuft sich der Mittelansatz in den beiden Jahren auf jeweils 82,5 Mio Euro. Heraus kämen dabei 20 Euro pro Tier.
Den Bundeszuschuss zur LUV will die Koalition in den nächsten beiden Jahren ohnehin um insgesamt 200 Mio Euro aufstocken. Hinzu könnten aus dem Grünlandmilchprogramm noch einmal 100 Mio Euro im nächsten und 13 Mio Euro im übernächsten Jahr kommen. Während die Erhöhung der LUV-Bundesmittel über das Haushaltsgesetz 2010 vergleichsweise geräuschlos zu machen wären, muss für die anderen Zahlungen eine Rechtsgrundlage in Form eines Geldleistungsgesetzes geschaffen werden. Ziel ist es, dass die Grünland- und die Kuhprämie möglichst bis Februar 2010 ausgezahlt werden. Ob dies gelingt, scheint allerdings alles andere als sicher.

Originalartikel: Land&Forst


„Schweinegrippe“, ein irreführender Begriff – Kein Hinweis auf Übertragung durch Schweinefleisch

„Schweinegrippe“ – über dieses Wort ärgern sich – viele. Zwar hat sich dieser Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Doch die Bezeichnung ist irreführend. Die „Neue Grippe“ ist keine Tierseuche.

Laborreagenzgläser

Bei der „Neuen Grippe“ handelt es sich um eine Humaninfektion, die von Mensch zu Mensch weiter gegeben werden kann, beispielsweise durch Niesen, Husten oder Händeschütteln.Verbraucher können ohne Sorgen vor der „Neuen Grippe“ zum Schweinefleisch und den daraus hergestellten Produkten greifen. Es besteht kein Ansteckungsrisiko durch den Verzehr dieser Erzeugnisse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Bezeichnung „Influenza A/H1N1 für die Grippe festgelegt. Die EU und das Robert-Koch-Institut in Berlin sprechen von der „Neuen Grippe“.


Lebensmittel und Neue Grippe
Nach Angaben des Bundesinstitutes für Risikobewertungen (BfR) ist bislang kein Fall bekannt, in dem sich ein Mensch über Lebensmittel mit dem Influenza A/H1N1-Virus infiziert hat. Dennoch sollten Verbraucher bei der Zubereitung von Lebensmittel immer auf bestimmte Hygiene-Maßnahmen achten: Beispielsweise sollte bei der Zubereitung von Fleisch eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad Celsius, die mindestens 2 Minuten lang einwirkt, eingehalten werden. Das schützt vor Erkrankungen, die durch Mikroorganismen übertragen werden.

Weitere Informationen:

  • Informationen zur Schweinegrippe beim Tier und zur Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen finden Sie auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts: www.fli.bund.de
  • Informationen über den aktuellen Stand der Verbreitung der Influenza A/H1N1 finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation: sowie
    Informationen zur Übertragung des Influenza A/H1N1-Virus zwischen Menschen finden Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts: www.rki.bund.de
  • Im Merkblatt „Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt“ hat das BfR weitere Hygiene-Tipps zusammengefasst
  • Schweinegrippe: Aktuelle Zahlen und Daten, Ärzte-Zeitung online


{26. Oktober 2009}   Rübenfahren 2009…

…langsam wird’s anstrengend! Hätte ich nur nicht so laut „hier“ gerufen… :D


Heute eine verdiente Pause für Mone! :)



…ich will endlich wieder Rübenfahren…. :) Man, das dauert aber auch!



Gut, wenn man die Mail des DBV noch vorliegen hat – und das man weiss, zu wem die TopAgrar gehört… ;)


…wenn das KEINE Vorgaben sind…




An die Mitglieder der Internet-Task-Force des DBV und der Landesbauernverbände

Internet-Task-Force | Info-Mail Nr. 01 |


Aufnahme der Arbeit – Tipps und Hinweise

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist soweit: die Internet-Task-Force nimmt ihre Arbeit auf. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die Bereitschaft zur Mitwirkung. Die Gruppe setzt sich zusammen aus praktischen Landwirten, Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des DBV und der Landesbauernverbände mit Interesse an der Nutzung der Online-Medien. Zukünftig wollen wir uns mit Ihrer Unterstützung in verschiedenen Diskussionsforen oder agrarischen Informations-Plattformen im Internet wie z.B. www.landlive.de, www.agrarheute.com oder www.topagrar.com aktiv beteiligen.

Ziel dieser Interent-Task-Force ist es, Diskussionen und Meinungsbildung gegen den Bauernverband frühzeitig zu entdecken, aktiv einzugreifen oder selbst auch Themen positiv zu besetzen. Sie können zum Erfolg dieser Online-Öffentlichkeitsarbeit unmittelbar beitragen, indem Sie regelmäßig mitwirken und dabei eindeutig für den Berufsstand Position beziehen. Was ist zu tun? Sie melden sich als Privatperson (private E-Mail-Adresse, meist mit Pseudonym) in verschiedenen „landwirtschaftlichen“ Foren wie landlive oder topagrar an.

Empfehlenswert sind ebenso nicht-landwirtschaftliche Foren, z.B. bei taz (blogs.taz.de) oder spiegel (forum.spiegel.de/). Sie stöbern regelmäßig in den Foren und Info-Plattformen und erhalten auf diese Weise einen guten Überblick über die Themen und Dynamik der Diskussionen. Wenn Sie dort auf „fragliche, kritische Diskussionen“ stoßen, mischen Sie sich in die Diskussion aktiv ein und machen auf diese Weise indirekt positive Werbung für die Land- und Forstwirtschaft und dessen Berufsverband. Parallel teilen Sie uns diese entdeckten Themen und Diskussionen nach Berlin (mailto: a.scharl@bauernverband.net Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können ) mit. Wir leiten diese Informationen an alle Mitglieder der Internet-Task-Force weiter. Zusätzlich werden wir Sie in gewisser Regelmäßigkeit mit einer Info-Mail über interessante Online-Themen, -Projekte und -Diskussionen informieren.

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Info-Mail Nr. 04 vom 22.05.09 |

Sehr geehrte Damen und Herren, mit der heutigen Mail möchten wir wieder über eine kleine Auswahl an interessanten Foren informieren: www.topagrar.com/index.php?option=com_co…11568&Itemid=519 www.landlive.de/boards/thread/13086/page/3/ forum.spiegel.de/showthread.php?t=7296&page=47


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Mit freundlichen Grüßen….



…ich liebe es… aber müssen es immer gleich 12 Stunden sein!? ;)



{3. Oktober 2009}   Home – das ist unsere Erde

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.
Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.
Yann Arthus-Bertrand.



(Hier Teil 3 von 10 -  alle anderen Teile bei Youtube oder der gesamte Film siehe Link unten!)



Ein sensationeller Film…

Home – das ist unsere Erde!




Vorankündigung: Ropa präsentiert euro-Maus 4 erstmals auf der Agritechnica 2009

Ropa hat eine neue Generation des selbstfahrenden Reinigungsladers für Zuckerrüben mit neuartigem und breiterem Aufnahmekonzept entwickelt. Abhängig vom notwendigen Reinigungsbedarf kann von der Fahrerkabine aus die Intensität und die Dauer der Reinigung variabel angepasst werden.

Zu den Highlights der euro-Maus 4 von Ropa gehört die Anpassung der Reinigungsintensität im Aufnahmesystem durch variable Anpassung der Reinigungsstrecke. Sind die Rüben sauber gerodet und haftet nur wenig Erde an, so kann der „Mausführer“ aus der Kabine einen kürzeren Reinigungsweg in der Aufnahme vorwählen; bei erhöhtem Reinigungsbedarf kann der lange Reinigungsweg vorgewählt werden und die Zuckerrüben werden effizient gereinigt. Diese angepasste Reinigung spart Kraftstoff, mindert die mechanische Beanspruchung der Rübenoberfläche und steigert die Verladeleistung. Ein im Terminal der hebbaren Kabine integriertes Anwendungsmanagement mit Durchlaufwaage und Tranpsondersystem wird den Mausführer entlasten.

Das neue Aufnahmekonzept für deutlich breitere Rübenmieten ist ideal für den Einsatz auf großen Feldern mit nur kleinem Vorgewende zur Mietenanlage. Bei langen Feldlängen hatten bislang viele rübenanbauende Betriebe Probleme, den Rübenertrag in einer 8 Meter breiten Miete am Vorgewende zu platzieren. Durch die neue über 10 Meter breite Walzenaufnahme können laut Ropa pro Laufmeter um über 50 Prozent mehr Zuckerüben gelagert werden.

Die Ropa euro-Maus 4 wird über einen neuen und optimierten Grundrahmenaufbau verfügen, der durch seine Offenheit Erdaufbau auf der Maschine verhindern soll. Doch auch das Herz der Maschine wurde überarbeitet: Zukünftig wird ein kraftstoffsparender, schadstoffarmer Mercedes Dieselmotor mit Abgasnorm Euro III B, Ad-Blue Technologie, 240 kW und 1300 Nm die euro-Maus 4 antreiben, was für den Anwender weniger Kraftstoffverbrauch pro Tonne gereinigter und verladener Rüben bedeutet.

Die neue euro-Maus 4 läuft derzeit noch getarnt im Testeinsatz, deshalb wollte uns Ropa noch keine Bilder für die Veröffentlichung zur Verfügung stellen. Wie die Maus aussehen wird, bleibt bis zur Agritechnica 2009 ein Geheimnis. Ein Besuch auf dem Messestand wird Licht ins Dunkel bringen, die Bilder werden wir dann veröffentlichen.

Die neue euro-Maus 4 und weitere Neuheiten präsentiert Ropa auf der Agritechnica 2009 in Halle 2, Stand C 16.

Gesamter Artikel: Landtechnikmagazin



Merkel plant Spitzengespräch zu Milch


Berlin (dpa) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Milchbauern angesichts der Milchpreiskrise zu einem Spitzengespräch eingeladen. Das habe Merkel telefonisch mit Bauernpräsident Gerd Sonnleitner und dem Chef des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, vereinbart, teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Donnerstag mit. Wegen der «bedrückenden Situation der Milchbauern» sollten beide Verbände eine gemeinsame Position gegenüber der EU-Kommission ausloten.
Bauernverband und Milchviehhalter streiten über Maßnahmen zur Erhöhung der Milchpreise. Seit Tagen protestieren Milchviehhalter europaweit.

Original Artikel: Land & Forst


Milchstreik Belgien (grève du lait belgique) AKTION 16/09/09 CINEY



Gewerbliche Biogasanlagen: Transport mit Führerschein T möglich

Der Transport gewerblicher Biomasse vom Feld zur weiteren Verwendung ist mit der Fahrerlaubnisklasse T möglich. Das hat nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) das Bundesverkehrsministerium jetzt klargestellt. Diese Fahrerlaubnis gilt für Zugmaschinen für land- und forstwirtschaftliche Zwecke.

In der Vergangenheit war es laut DBV immer wieder zu unterschiedlichen Auslegungen durch die Kontrollbehörden gekommen, ob der Transport von Biomasse beispielsweise für gewerbliche Biogasanlagen der Fahrerlaubnisklasse T oder der Fahrerlaubnisklasse C/CE (Lkw) bedarf. Auf Druck des Berufsstandes und der in dieser Sache beratend zur Seite stehenden Landwirtschaftskammer Niedersachsen habe das Bundesverkehrsministerium nun endlich bestätigt, dass solche Transporte unabhängig vom Güterkraftverkehrsgesetz mit der Fahrerlaubnisklasse T möglich seien.

Nun sei die von Behörden vertretene paradoxe Ansicht vom Tisch, dass für den Transport von Silomais zur Fütterung von Kühen ein anderer Führerschein erforderlich sei als für Silomais zur Fütterung von Bakterien in Biogasanlagen. Der DBV begrüßte ausdrücklich diese Klarstellung sei- tens des Bundesverkehrsministeriums. Damit sei endlich ein kleines Stück Rechtssicherheit im ansonsten sehr komplexen Themenfeld der landwirtschaftlichen Transporte erfolgt.

Original Artikel: TopAgrar



Maisernte: Vorsicht und Rücksicht auf den Straßen

Maschinen dürfen bis in den späten Abend arbeiten

Pressemitteilung vom 10.09.2009

Trecker mit Anhänger auf der Straße

Landwirte und Lohnunternehmer in Niedersachsen ernten in den nächsten Wochen rund 390.000 Hektar Silomais. Das Häckselgut wird zu einem großen Teil über öffentliche Straßen transportiert. Das erledigen große Gespanne, die nicht selten mit bis zu 40 km/h unterwegs sind und aufgrund ihrer Länge und Breite nur schwer überholt werden können. Deshalb appelliert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen an alle Verkehrsteilnehmer, in dieser Zeit ganz besonders vorsichtig zu fahren und gegenseitig Rücksicht zu nehmen.

Ein besonderer Gefahrenherd sind Feldausfahrten, wo sich die Transportgespanne in den öffentlichen Verkehr einfädeln. Hier müssen Trecker- und Autofahrer gleichermaßen aufmerksam sein und vorausschauend fahren, denn die Landmaschinen benötigen dafür viel Zeit und Platz. Außerdem können die Fahrbahnen in diesen Bereichen verschmutzt und rutschig sein.

Unter optimalen Bedingungen laufen Maisernte und Transport bis spät in die Nacht. Maschinenlärm lässt sich dabei kaum vermeiden. Hier bittet die Landwirtschaftskammer die Anwohner um Verständnis für Landwirte und Lohnunternehmer, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Erntearbeiten auch abends erlaubt sind.

Original Artikel: LWK – Niedersachsen



Rede Pascal Massol, Präsident der französischen Milcherzeuger-Organisation

APLI

EMB-Pressekonferenz am 10.09.09 in Paris


Den französischen und europäischen Milchviehhaltern des European Milk Board ist es in ein paarMonaten gelungen, sich zu einem Projekt zusammenzuschließen, bei dem es sowohl ums Überleben

als auch um die Zukunft geht.


Zunächst um das Überleben.


Der Begriff ist bewusst ein starker, denn er spiegelt die katastrophale Realität wider, die wir in

diesem Bereich erfahren. Zu viele unserer Kollegen haben uns in letzter Zeit unauffällig -wie ihr

Leben selbst ist – verlassen, da sie nur den letzten Ausweg hatten, und hinterließen Ehefrau und

Kinder, Vater und Mutter, Erbe und Leidenschaft, alleine und in Schande, da sie das Gebiet nicht

durchqueren konnten, das man ihnen ruiniert hatte.


Was mein Engagement angeht, so werde ich nur eines bedauern: Dass ich

mich nicht früh genug engagiert habe, ihnen zu helfen!


Es gibt Pandemien, die man nicht ahnt, aber die uns ALLE langsam zerstören!!


Es ist unsere Pflicht, für sie, für uns, für alle, bis zum Ende zu kämpfen, um ein Projekt, eine Ethik,

eine Philosophie, kurz gesagt eine Z-u-kunft durchzusetzen.


Dieser Wille ist keine Illusion.


Er ist keine Illusion, weil ihn 140000 europäische Erzeuger wollen, zu denen diejenigen

hinzugefügt werden können, die bereits Gefangene der liberalen Integration sind, dem

eindimensionalen Denken unterworfen sind, oder diejenigen, die, wie wir, manipuliert worden sind

und eines Tages erwachen werden.


Es ist keine Illusion, weil es im Grunde der Wille des Volkes ist, des Verbrauchers, jedes Einzelnen,

der über ein Minimum an Realismus und Objektivität verfügt.


Wer kann uns abgesehen von einigen farblosen und geruchlosen Spekulanten, die das Abbild ihres

alleinigen finanziellen Vergnügens sind, vorwerfen, in unserem Wortschatz die Worte: Weide, Heu,

Tau, Gewitter, Zwiesel, Sahne, Hahn oder auch Mist beibehalten zu wollen?


Wer kann uns vorwerfen, darauf bestehen zu wollen, eine Familienlandwirtschaft beizubehalten?


Wer kann uns daran hindern, diejenigen zu retten, die investiert haben, um die

Lebensmittelunabhängigkeit unserer Länder zu gewährleisten, um die niedergelassenen oder sich

niederlassenden Jungen, die Bürgen unserer Zukunft, zu retten?


Wer kann uns daran hindern, alle Gebiete zu besetzen, um die Produktion und die Instandhaltung

des Raums zu verbinden?


Wer möchte einheitliche, formatierte, schmutzige, umweltverschmutzende Milchfabriken, die

jegliche Leidenschaft und Vielfalt zunichte machen?


Wer möchte diesen Weg der Überproduktion weitergehen, bei dem Opfer in Bezug auf Geld,

Umwelt und Tausende Milchviehalter gemacht werden, die wie wir aus Schwellenländern

stammen?


Wer kann uns daran hindern, hochwertige, gesunde, rückverfolgbare Milch erzeugen zu wollen, die

auf das Wohl von Tier und Umwelt achtet?

Wer kann uns daran hindern, der Arbeit ihren gesamten Wert zurückzugeben?

Wer kann uns schließlich daran hindern, mit der Sklaverei abzuschließen, um unseren sozialen und

ökonomischen Status wiederzufinden?


Wie ich Ihnen bereits vorher gesagt habe, gibt es wahrscheinlich einige Spekulanten…

Die jedoch gut unterstützt werden…

Denn seit etlichen Wochen blieben unsere Alarmsignale und unsere Verhandlungen bei

Abgeordneten, Vertretern und Entscheidungsträgern jeglicher Art zwecklos und fruchtlos.


Nur die letztmögliche Handlung des Milchstreiks kann es uns

ermöglichen, unsere Forderungen durchzusetzen.


Auch wenn heute kein Erzeuger finanziell dazu in der Lage ist, wird diese Selbstverstümmelung,

deren Ziel es ist, alle Ebenen des Staats und Europas hinsichtlich der extremen Schwere der Lage

anzusprechen, beginnen.

Denn unsere Ware hat keinen Wert mehr, mit unserer Ware kann nicht mehr gehandelt werden!


Wir halten die Ware, kein Bereich mehr ohne Ware!


Diese Handlung soll eine freiwillige, individuelle Handlung sein, die in ihrem Geist und Gewissen

durchgeführt wird, wofür APLI stets in seiner Rede eingetreten ist.


Ich appelliere hiermit feierlich an die örtlichen, nationalen und europäischen Vertreter,

jegliche ideologische Debatte und jegliche Spaltung zu unterbrechen, um unsere Forderungen

schnell anzuhören und anzuwenden.


Ich appelliere an alle Verbraucher, diese Bewegung und die Beteiligten dieser Bewegung zu

unterstützen.

Wir werden für Sie, mit Ihnen, gemeinsam gewinnen!


Ich appelliere an die anderen Landwirtschaftsbereiche, deren Zukunft genauso düster ist, die jedoch

nicht über dieses gesetzliche Druckmittel verfügen, das auf die Güter und Individuen achtet, uns

durch jegliches friedliche Mittel zu unterstützen und dabei den Geist unserer Aktion beizubehalten.


Ich appelliere an alle Milchviehhalter, zum jetzigen Zeitpunkt jegliche

Zugehörigkeit, jegliches Etikett, jegliche Empfindlichkeit zu vergessen, um

schlicht und ergreifend ein europäischer Streikender der Milchwirtschaft

zu werden!


Ich appelliere an alle Milcherzeuger Frankreichs und Europas und bestehe darauf, dass diese sich

unserer Bewegung anschließen, damit der Masseneffekt unsere Bestimmung belegt.


Ich appelliere an alle Streikenden, diejenigen unter uns zu respektieren, die nicht teilnehmen

möchten.


Ich appelliere an die Öffnung der Ventile ab dem Melkvorgang von

heute Abend!


Diese europäische Protestbewegung ist umso mehr ein noch nie dagewesenes Ereignis, als es

von Bauern initiiert wird!


Wir sind dabei, Europa aufzubauen…

Das Europa der arbeitenden Männer und Frauen, das Europa der konsumierenden Männer und

Frauen, das Europa der lebenden Männer und Frauen, das grundlegende Europa!!!!!!!!!




Paris (dpa) – Mit Lieferstopps und Blockaden wollen europäische Milchbauern die Politik zu größerer Unterstützung der Milchwirtschaft zwingen. Nach einer Krisensitzung des Dachverbands European Milk Board (EMB) riefen die französischen Verbände ihre Mitglieder zu einem sofortigen Lieferstopp auf. Er werde von heute an ebenfalls keine Milch mehr abliefern, sagte der deutsche EMB-Präsident Romuald Schaber. In Deutschland war ein Boykottaufruf am Mittwoch vom Oberlandesgericht Düsseldorf untersagt worden. Insgesamt sollen in acht Ländern Aktionen stattfinden.
Mit der Agrarpolitik würden «die europäischen Milchbauern vernichtet», sagte Schaber. Der Präsident des französischen Erzeugerverbandes OPL, Daniel Condat, erklärte, der Lieferstreik werde Geld kosten. «Wenn viele Bauern ihre Milch wegschütten, werden wir vor Ende nächster Woche gehört werden.» Die französischen Bauernverbände erwarten die Beteiligung von 30 000 Milchbauern an den Protestaktionen. Das wären zwei Drittel aller Erzeuger. Neben Lieferstreiks könne es auch Blockaden von Molkereien geben.

Original Artikel: Land&Forst



Milchquote wird planmäßig erhöht

07.09.2009

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Bundesagrarmninsterin Ilse Aigner

Bundesagrarministerin Ilse Aigner stößt mit ihrer Forderung nach einer Beibehaltung der derzeitigen Milchquote in Brüssel auf taube Ohren. Der amtierende EU-Ratsvorsitzende und schwedische Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson wies die Forderung Deutschlands und Frankreichs zurück, die Obergrenze für die Milchproduktion 2010 nicht um ein Prozent zu erhöhen, so das Nachrichtenmagazin Focus. Im Juni hatten die EU-Staaten beschlossen, dass die Milchquote bis 2013 jährlich um ein Prozent erhöht und 2015 ganz abgeschafft wird.

Original Artikel: TopAgrar



Neues Bündnis für andere Milchmarkt-Politik

04.09.2009

Original Artikel: TopAgrar

Ein neues Bündnis von Landwirtschafts-, Umwelt-, Tierschutz-, Menschenrechts- und entwicklungspolitischen Organisationen hat sich jetzt gegründet, um gemeinsam für eine andere Milchpolitik zu demonstrieren.

Mit im Boot sind neben dem BDM, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der BUND, der deutsche Tierschutzbund, Campact, Euronatur, Germanwatch, Fian-Deutschland und Oxfam Deutschland.

Das Bündnis kritisiert die Milchpolitik in Deutschland und in der EU und fordert rasche politische Änderungen. Die akute Krise am Milchmarkt sei nicht nur ein Problem für die Milcherzeuger sondern habe auch dramatische Folgen für Umwelt, Naturschutz, Tiergesundheit, Tierschutz, Arbeitsplätze im ländlichen Raum, entwicklungspolitische Ziele sowie für die qualitative Vielflt an Milcherzeugnissen in der EU.

Romuald Schaber vom BDM forderte von den Agrarministern, die sich am kommenden Montag treffen, erneut eine wirksame Mengenreduktion, um Butterberge und Milchseen abzubauen und Einkommen zu sichern.

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Der BDM ist neben Tierschutz- und Umweltschutz-Verbänden Mitglied im neuen Bündnis.







Silomais: Die ersten Häcksler sind im Einsatz

Kammer ermittelt Zeitpunkt für eine optimale Ernte

Pressemitteilung vom 02.09.2009

Maisernte

Die Silomaisernte in Niedersachsen hat in diesem Jahr außergewöhnlich früh begonnen. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilt, wurden erste Maisbestände bereits Ende August gehäckselt. Es handelt sich dabei um Flächen östlich von Hannover sowie im Emsland, die auf sandigen Böden unter Trockenstress gerieten und sehr früh abreiften.Auch wenn auf diesen leichten Standorten eine unterdurchschnittliche und qualitativ schlechte Ernte eingefahren wurde, rechnen die Experten der Landwirtschaftskammer in diesem Jahr insgesamt mit guten bis sehr guten Maiserträgen. Die meisten Bestände haben sich trotz geringer Niederschläge im April und August bis jetzt sehr gut entwickelt.

Auch die Erntequalität wird nach Meinung der Fachleute stimmen, wenn der Silomais zum richtigen Zeitpunkt eingefahren wird. Optimal ist es, wenn die Pflanzen mit einem Trockenmassegehalt von 30 bis 33 Prozent gehäckselt werden. Bei zu niedrigen Werten tritt Sickersaft aus dem Silagehaufen, oberhalb von 35 Prozent Trockenmasse wird die Pflanze holzig. Das erschwert nicht nur die Konservierung, sondern schmeckt den Rindern auch nicht.

Um den Bauern bei der Wahl des optimalen Erntezeitpunktes zu helfen, führt die Landwirtschaftkammer Niedersachsen seit langen Jahren sogenannte Maisreifeprüfungen durch. Dazu werden an acht verschiedenen Standorten mehrere Maissorten auf ihre Erntereife hin untersucht. Die Ergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht und dienen den Maisanbauern zur Orientierung.

In diesem Jahr stehen 484.000 ha Mais in Niedersachsen. Das bedeutet ein Plus von etwa 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (472.000 ha). Damit liegt Niedersachsen zum zweiten Mal vor Bayern an der Spitze in Deutschland. Gut 80 Prozent des Maises wird einsiliert und dient als Viehfutter (270.000 ha) oder als Gärsubstrat für Biogasanlagen (120.000 ha).

Der restliche Mais (97.000 ha) wird überwiegend als Körnermais, zu einem geringen Teil als Corn-Cob-Mix (CCM), einem Gemisch aus Körnern und Spindeln, eingefahren. Körnermais und CCM werden ab Anfang Oktober mit dem Mähdrescher geerntet und zum Teil mittels Hammermühle geschrotet. Sie sind ein energiereiches Futter für Schweine und Geflügel. CCM wird auch in Biogasanlagen zu Strom und Wärme umgewandelt.


Original Artikel: LWK Niedersachsen



BRÜSSEL. EU-Agrarkommissarin Mariann  F i s c h e r  B o e l  hat ihren Kurs der Quotenaufstockung und Marktstützung in der Milchpolitik verteidigt. „Wenn wir eine 180-Grad-Drehung machen, wird es komplette, schädigende Verwirrung geben“, warnte Fischer Boel gestern bei der ersten Sitzung des Landwirtschaftsausschusses des Europaparlaments nach der Wahl Anfang Juni. Die Milchquoten würden 2015 abgeschafft. Eine „zentrale Planung“ der Milchquoten in der Zwischenzeit würde hingegen die Produktionskosten und die Eintrittsschwelle für Junglandwirte erhöhen. Andererseits verwies die Dänin auf Möglichkeiten, auf nationaler Ebene durch strenge Vorschriften zur Quotensaldierung schon einzelbetriebliche Überlieferungen zu unterbinden. Mit den Exportsubventionen und den in die Intervention übernommenen Butter- und Magermilchpulvermengen sieht Fischer Boel ein starkes Engagement der Kommission zur Marktstützung. Zudem stabilisierten sich die Preise wieder, wenn auch noch nicht auf einem für die Milcherzeuger zufriedenstellenden Niveau.
Für das aktuelle und das kommende Haushaltsjahr prognostizierte die Agrarkommisarin zusätzliche Ausgaben in Höhe von mehr als 1 Mrd Euro an Stützungsmaßnahmen für den Milchsektor, davon 400 Mio Euro im Haushaltsjahr 2009 und 600 Mio Euro im Haushaltsjahr 2010. Das Gros davon soll für die Intervention ausgegeben werden. Für zusätzliche Ausgaben zeigte sich die Dänien unter Hinweis auf den geringen Spielraum im Haushaltsentwurf 2010 zurückhaltend. Angesichts der unter Europapolitikern erhofften Annahme des Lissabon-Reformvertrages, der erweiterte Kompetenzen für das Europaparlament in der Agrarpolitik bringt, appellierte sie an die Abgeordneten, trotz der aktuellen Marktkrise nicht die größeren Zusammenhänge der Agrarpolitik nach 2013 aus den Augen zu verlieren. Die Debatte müsse jetzt beginnen.
Der neue Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, der Italiener Paolo  D e  C a s t r o , warnte im Hinblick auf die aktuelle Legislaturperiode vor Angriffen auf die EU-Agrarpolitik. Man werde erleben, dass die Gemeinsame Agrarpolitik viele Feinde habe, die den Haushalt kürzen und die Interventionsmöglichkeiten verringern wollten, erklärte der Agrarwissenschaftler, der von 1998 bis 2000 unter der linksliberalen Regierung von Ministerpräsident Massimo  D ’ A l e m a  sowie erneut für knapp zwei Jahre von 2006 bis 2008 unter Regierungschef Romano  P r o d i  das Agrarressort in Rom leitete. Mit  José  B o v é  von der französischen Conféderation Paysanne als einem von vier stellvertretenden Vorsitzenden weist der Landwirtschaftsausschuss einen weiteren prominenten Agrarpolitiker in seinem Leitungsgremium auf.
Bové wies in der Aussprache mit Fischer Boel die Vorstellungen der Kommissarin zurück und forderte stattdessen eine Quotenabsenkung in einer Größenordnung von 5 %. Zudem äußerte er sich kritisch zu den in der Europäischen Union vorherrschenden Produktionsweisen und verlangte eine Stärkung des Grünlandes in der Milchpolitik. Der CSU-Europaabgeordnete Albert  D e ß  kritisierte zum Auftakt der neuen Legislaturperiode erneut die in der EU vorgenommene Quotenerhöhung, die die falschen Signale an den Markt gesandt habe und mit Preissenkungen im Handel einhergegangen sei. Statt einer weichen Landung habe man es mit einer Bruchlandung zu tun, beklagte Deß.
Original Artikel: Land&Forst


et cetera